Fliesen

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Das harmonische Gesamtkonzept eines Bades beginnt mit der Wahl der Fliesen für Wand und Boden. Unsere kompetenten Fachberater unterstützen Sie kreativ dabei, Ihre Wünsche an individuelles und edles Design zu verwirklichen. Exakt für Ihren Anspruch und Wohnstil.

Besuchen Sie unsere neu gestaltete Fliesenausstellung. Gerne zeigen wir Ihnen hauseigene Fliesen sowie renommierte Marken-Kollektionen. Ob Keramik oder Naturstein Bordüre, Mosaike, große oder kleine Fliese, Zubehör und vieles mehr – eine Vielzahl von Beispielen können Sie in unserer Bäderausstellung erleben.


Fliesen 1 x 1

1. Große Fliesen in kleinen Räumen, sieht das gut aus?

Durch kleine Fliesen erhält man einen höheren Fugenanteil. Dieser Fugenanteil sorgt mit seinen horizontalen und vertikalen Linien für eine optische Enge, die Flächen wirken kleiner und gedrungen. Im Gegensatz hierzu bewirkt ein kleinerer Fugenanteil durch größere Fliesen das Gegenteil, es entsteht eine optische Weite, die Flächen wirken somit großzügiger.  Kleine Fliesen an der Wand: Maße bis von 25x50 cm. Kleine Fliesen auf dem Boden: Maße bis von 50x50 cm.  Große Fliesen an der Wand: Maße ab 30x60 cm bis 60x120 cm Große Fliesen auf dem Boden: Maße ab 60x60 cm bis 60x120 cm  Bitte beachten: Bei Mosaiken mit einer Größe von 1x1 cm ist 5x5 cm gilt die Regel der optischen Enge nicht. Sie werden gerne als Stilmittel eingesetzt. Besonders großflächig angelegt ziehen sie einen durch ihr Farbspiel und den hohen Fugenanteil stark in ihren Bann. Dezent und an den richtigen Stellen eingesetzt erhalten Sie mit kleinen Mosaiken in Verbindung mit großen Fliesen zusätzlich einen wunderschönen Kontrast von groß und klein.

2. Sind große Fliesen schneller und einfacher in der Verlegung?

Nein. Das Verlegen von großen Fliesen benötigt mehr Zeit und Aufwand als kleine Fliesen. Hierfür gibt es mehrere Gründe: Damit keine Überzahne entstehen (eine Ecke der Fliese steht höher oder tiefer als eine andere) müssen die Wände oder Böden besonders gerade sein. In den meisten Fällen erfordert dies eine gründliche Vorbereitung der Flächen durch Spachtel- oder Ausgleichsarbeiten. Große Fliesen sind bedingt durch den Brennvorgang im Ofen leicht gebogen. Dies führt bei nicht fachgerechter Verarbeitung zu Hohlräumen in der Verlegung. Um dies zu unterbinden, ist ein spezieller Fliesenkleber nötig sowie viel Erfahrung seitens des Fliesenleger. Im Regelfall muss dieser die Fliese (welche durch ihre Größe und Gewicht schwieriger in der Handhabung ist) mehrmals auf den Untergrund legen UND wieder lösen um die Hohlraumdichte zu kontrollieren und auszugleichen. Besonders an der Wand rutschen die großen und schweren Fliesen gerne nach unten. Der Fliesenleger muss daher alle Fliesen unter ständiger Beobachtung halten während der Verlegung um sie wieder in ihre gewünschte Position zu bringen. Hilfsmittel helfen ihm zwar dabei, aber auch diese müssen eingesetzt werden und geben keine Garantie dass die Fliesen nicht rutschen. Durch die vielen auszugleichenden Hohlstellen wird ein erhöhter Kleberanteil benötigt, dieser muss transportiert, angerührt und verarbeitet werden. Auch diese Vorgänge bedeuten einen erhöhten Aufwand gegenüber kleinen Fliesen.

3. Wie hoch sollten die Wände im Badezimmer gefliest werden?

Es gibt keine allgemeingültigen Richtlinien für die Fliesenhöhe. Oft sehen die Menschen Fliesen als Mittel zum Zweck im Einsatz zwischen Wasser und Wand. Jedoch können Fliesen richtig eingesetzt in Verbindung mit den passenden Stilmitteln den Raum optisch schön zur Geltung bringen und die Emotionen während dem Aufenthalt im Bad verstärken. Das Ergebnis ist ein wohlig warmes Gefühl. Lassen Sie sich hierzu in unserer Fliesenausstellung von uns beraten. Hinweise zur Schimmel- und Stockflecken-Bildung: Alle Wandbereiche im Bad welche nicht gefliest sind, sind anfällig für die Bildung von Schimmel- und Stockflecken. Durch warmes und heißes Wasser beim Duschen und Baden entsteht Wasserdampf. Dieser zieht in die Wände und sorgt mit seiner Feuchtigkeit für einen idealen Nährboden von Bakterien. Der Einsatz von Tapeten verstärkt diesen Vorgang, da das Papier die Feuchtigkeit besonders schnell aufnimmt und lange speichert. Auch Putze auf Zementbasis sind Angriffsflächen. Lediglich Putze auf Kalkbasis schützen die Wände, denn Kalk verhindert die Bildung eines Nährbodens. Im Vergleich zu Fliesen sind diese jedoch um einiges teurer und noch aufwändiger in der Verarbeitung. Auch das Llüften mit weit geöffneten Fenstern ist keine Garantie im Kampf gegen Bakterien, da besonders in den kühleren Jahreszeiten der heiße Wasserdampf nur sehr langsam dem Raum entschwindet und so für die Wände genügend Zeit bleibt das Wasser aufzusaugen.

4. Verlegt man rechteckige Fliesen hochkant oder quer?

Dies ist eine rein optische Frage. Quer ist bei hohen und schmalen Wänden von Vorteil, es lässt die Wände optisch breiter wirken. Hochkant ist bei niedrigen und langen Wänden von Vorteil, es lässt die Wände optisch höher wirken. Zusätzlich sollte die Verlegerichtung im Konzept mit dem Einsatz der gewünschten Stilmittel berücksichtigt werden, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzielen.

5. Für welche Farben sollte man sich entscheiden?

Die Farbwahl ist abhängig von Ihrem persönlichen Geschmack und sollte nicht nach modischen Gegebenheiten ausgewählt werden. Lediglich bei der Farbwahl für Terrassen sind helle Farben zu bevorzugen, da dunkle Farben sich in der Sonne stark aufhitzen und bei Berührung die Haut leicht verbrannt werden kann.  Schwarz / Weiß ist zeitlos und entfaltet bei entsprechender Gestaltung schöne Kontraste und eine sehr edle Wirkung. Beige / Braun sind warme erdige Töne. Sie fördern das Gefühl von Wohliger Nähe und Geborgenheit. Grau ist ein Zwischenton aus Schwarz und Weiß, wirkt ebenfalls zeitlos, ruhig und stringent. Anspruchslos in der Pflege. Orange / Rot sind sehr energiereiche Farben. Sie geben optische Tiefe sowie starke erwachende und erheiternde Emotionen. Grün ist sehr frisch, erinnert an die Natur und gibt ein Gefühl von immer wiederkehrender Spannung. Sollte sparsam eingesetzt werden. Blau ist die Farbe des Wassers. Sie wirkt zwar kühl, schafft dafür aber starke Emotionen der Reinheit und Sauberkeit.

6. Können Bodenfliesen auch an der Wand verlegt werden?

Dies ist kein Problem. Zwar bedeuten die schweren Fliesen einen erhöhten Verlegeaufwand, jedoch steht dieser in keinem Verhältnis zum optischen Ergebnis. Die meisten Bodenfliesen wirken optisch harmonischer als Wandfliesen und auch die Maße bringen eine höhere Spannung in der Optik. Zum Vergleich: unsere persönliche Statistik ist 50 zu 50, sprich die hälfte unserer Kunden entscheiden sich für Bodenfliesen an der Wand.

7. Ist eine Abdichtung im Badezimmer dringend erforderlich?

Viele Bauherren und Renovierer möchten sich die Kosten für eine Abdichtung der Wände und Böden im Badezimmer sparen, denn schließlich liegen Fliesen darüber die das Wasser abhalten. Diese Fehleinschätzung kann sehr teuer werden. Durch die offenporigen Zementfugen oder gerissenen Silikonfugen gelangt Wasser und Feuchtigkeit an Wände und Böden hinter den Fliesen. Sie wird dort lange Zeit gespeichert und bildet einen idealen Nährboden für gefährliche und stark gesundheitliche Schimmelpilze. In den meisten Fällen wird bei einer fehlenden Abdichtung die Feuchtigkeit und der Schimmel erst viel zu spät entdeckt. Im schlimmsten Fall muss das Bad komplett abgerissen und die Wände und / oder Böden während einer Phase von ein bis drei Wochen mit Lüftungsanlagen ausgetrocknet werden. Zusätzlich passiert es sehr häufig dass Räume auf der anderen Wandseite des Badezimmers oder die Decke der Wohnung einen Stock tiefer in Mitleidenschaft gezogen werden und ebenfalls der teilweisen Renovierung bedürfen. Wir empfehlen grundsätzlich eine Abdichtung des Nassbereichs und stimmen unter keinen Umständen einem Auftrag ohne fachgerechter Abdichtung zu. Hinweis: Die genaue Ausführung der Abdichtung richtet sich nach Ihrer Dusche und der Badewanne. Bei dem Einbau einer Badewanne oder einer ebenerdigen Dusche dichten Sie am Besten den kompletten Badezimmerboden ab sowie Wände im Spritzbereich der Wanne (Höhe 1,50 m) und der Dusche (Höhe 2,20 m). Beim Einbau einer normalen Duschtasse und ohne Badewanne ist eine Abdichtung unter der Wanne und im Spritzbereich der Wände ausreichend.

8. Was ist besser, Naturstein oder Feinsteinzeug?

Die Auswahl des Materials hat sowohl optische, emotionale wie auch funktionale Gründe. Ein Naturstein ist immer ein individuelles Einzelstück. Durch Witterung entstand er über hunderte von Jahren und wird aus der Natur gewonnen. Optisch kann er je nach Herkunft sehr ruhig oder sehr lebendig, sehr weich oder auch hart sein. Er ist frostfest und eignet sich für den Innen- und den Außenbereich. Durch die Offenporigkeit des Steins benötigt er eine intensive Behandlung mit den richtigen Pflegemitteln. Eine unsachgemäße Handhabung hat das einziehen von Flüssigkeiten und Dreck in den Stein zufolge. Der große Vorteil liegt in der Bearbeitung. Jede gewünschte Größe kann hergestellt und bearbeitet werden, z. B. für fugenlose Duschwände oder Duschtassen aus Stein. Feinsteinzeug ist ein sehr strapazierfähiges Material, härter als Stein. Ton wird unter hohem Druck stark gepresst und bei mehreren tausend Grad im Ofen gebrannt. Die Oberfläche kann rau, glatt oder poliert, relifiert oder eben sein. Es ist unempfindlich und einfach in der Pflege. Jedoch ist nicht jedes Feinsteinzeug für innen und außen einsetzbar. Hierzu beraten wir Sie gern in unserer Fliesenausstellung. Durch Digitaldruck ist ebenfalls eine absolut reine Qualität der Optik möglich welche der des Natursteins in nichts nachsteht.

9. Worauf muß ich bei Abriebgruppen achten?

Der Oberflächenverschleiss bei Fliesen wird eingeteilt in die klassifizierten Abriebklassen I bis V. Er tritt auf infolge schleifender, reibender Beanspruchungen und kann bei glasiertem Steinzeug durch Glanzveränderung der Oberfläche sichtbar werden. Gruppe I und II Wir führen keine Materialien aus diesen Klassen. Gruppe III für mittlere Beanspruchung Anwendbar in Badezimmern, da hier zumeist keine Schuhe getragen werden, ist die Beanspruchung in diesen Räumen sehr gering. In diesen Bereichen können bedenkenlos Fliesen dieser Gruppe eingesetzt werden. Hierzu gehören Fliesen mit sehr farbintensiven Oberflächen wie sehr dunklem schwarz, tiefem blau, rot, grün oder orange. Gruppe IV für stärkere Beanspruchung Bodenbeläge für stärkere Beanspruchung durch Schuhwerk in Bedacht auf Verschmutzung durch Dreckpartikel. Wichtig für Küchen, Terrassen, Eingangsbereiche, Verkaufsräume, Büros und öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und Verwaltungsgebäude mit hohem Publikumsverkehr. Gruppe V für höchste Beanspruchung Die Gruppe V beinhaltet Fliesen mit einem Oberflächenwiderstand weit höher als die Gruppe IV. Sie ist überall bedenklos einsetzbar. Bodenfliesen ohne Klassifizierung. Diese Fliesen haben eine unglasierte Oberfläche, ihr Verschleißwiederstand zählt zu den höchsten aller Bodenbeläge. Auch nach jahrzehntelanger starker Beanspruchung ist eine Abnutzung mit bloßem Auge fast nicht erkennbar. Suchen Sie Fliesen für Ihre privaten Wohnräume, brauchen Sie sich also über die Abriebklassen (abgesehen der Klasse III) keinerlei Gedanken zu machen. Bei einer intensiven Beratung achten wir auf alle Details hinsichtlich der Nutzung, weisen Sie auf alles Nötige hin.

10. Worauf muß ich bei Rutschhemmungen achten?

Die klassifizierten Rutschhemmungen von Oberflächen werden eingeteilt in die Klassen R9 bis R13 sowie zusätzliche Angaben für den Nass- und Barfußbereich von A bis C. Für den Privatbereich werden jedoch nur Klassen von R9 bis R11 und A bis B eingesetzt. R9 Leichte Rutschfestigkeit für die Küche, den Eingangsbereich oder das Bad. R10 Mittlere Rutschfestigkeit für das Bad oder die Terrasse. R11 Hohe Rutschfestigkeit für das Bad, vor allem im Duschbereich  A Zusätzlicher Schutz für Barfußbereiche mit leichtem Wasserkontakt. B Zusätzlicher Schutz für Barfußbereiche mit erhöhtem Wasserkontakt.

11. Was bedeutet der Fliesenzusatz "rektifiziert" bzw. "kalibriert"?

Bei diesem Verfahren werden die Fliesen nach dem Brennvorgang maschinell auf eine einheitliche Größe mit 90° Kanten bearbeitet. Hierdurch ist jede Fliese exakt gleich groß und ermöglicht dem Fliesenleger das verlegen einer minimal großen Fuge von 1,5 bis 2 mm Breite. Dies ist ein erheblicher Vorteil für die Gesamtwirkung des Fugenbildes und minimiert gleichzeitig den Pflegeaufwand.

12. Hat die Oberfläche einer Fliese Einfluss auf den Pflegeaufwand?

Eine strukturierte und bewegte Oberfläche kann Flecken längere Zeit über gut verstecken. Besonders anthrazite, graue und Terracottaartige Oberflächen mit hohem Farbspiel lassen nur wenig Dreck erahnen. Oberflächen mit leichten Reliefen sorgen dafür dass Dreck sich kaum eintreten kann.

13. Hat die Oberfläche einer Fliese Einfluss auf den Pflegeaufwand?

Eine Antwort lässt sich hier nicht pauschalisieren. Dies ist von Fliese zu Fliese unterschiedlich. Wichtig: in unseren Fliesenprogramm befinden sich nur einfach zu pflegende Fliesen. Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung!

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